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Beit Sahour/Palästina

Im September 2010 flogen 14 Schülerinnen und zwei Lehrer unserer Schule nach Tel Aviv, um zum ersten Mal die griechisch-katholische Peter-Nettekoven-Schule in Beit Sahour zu besuchen. Seitdem findet dieser Austausch mit der - in einem Vorort von Betlehem gelegen - Partnerschule jährlich statt.

Die Gruppe verbringt zunächst einige Tage am See Genezareth im Gästehaus der Benediktiner, dann leben die SchülerInnen in der zweiten Woche in palästinensischen Familien in Beit Sahour, wo sie stets sehr gastfreundlich aufgenommen werden. Neben Ausflügen u.a. nach Jerusalem und zum Toten Meer nehmen die SchülerInnen am Unterricht teil und vertiefen so ihre Kenntnisse über die politischen und sozialen Probleme Palästinas.

Im folgenden Jahr besuchen die Palästinenser dann ihre AustauschpartnerInnen in Wipperfürth. Für viele der Jugendlichen bietet sich so zum ersten Mal die Gelegenheit, Palästina zu verlassen und die europäische Kultur kennenzulernen.

Die Intention des Austauschs ist die Begegnung mit Christen in Palästina, um ein Einblick in ihre Situation zu bekommen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Christen in Palästina und Israel geraten immer mehr in die Minderheit, viele wandern aus, und das Heilige Land droht ein „biblisches Museum“ zu werden. Oft aber können sie zwischen Israelis und muslimischen Palästinensern vermitteln und zum Ausgleich zwischen den verfeindeten Parteien beitragen. Wir wollen die Christen in Palästina unterstützen und ihnen Mut machen, ihre Situation zu meistern, in der Hoffnung, dass die gegenwärtige Lage nicht auf Dauer Bestand haben wird.

Die SchülerInnen lernen die Wurzeln der christlichen palästinensischen Kultur kennen. Im gemeinsamen Leben, Spielen und Feiern kommt es zu einem interkulturellen Dialog, der die eigenen Auffassungen für andere Meinungen und Sichtweisen öffnet. Im Vergleich der unterschiedlichen geografischen Bedingungen wie Wüste, Wälder und Wasser, der Grundlage allen Lebens, können die Schülergruppen voneinander lernen, ihre Sichtweisen verändern und perspektivisch ihre Zukunft gestalten. Auch das Kennenlernen anderer Gerichte und Getränke erweitert den Horizont entscheidend.

 

Ansprechpartner

Martin Fritzen

Martin Fritzen

Michael Schmitz