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„Das Brot des Lebens“ - Tage religiöser Orientierung der Stufe EF

Im Rahmen der Förderwoche verbrachten 15 SchülerInnen der EF gemeinsam mit Frau Kaysers und Frau Lammerich Tage der religiösen Orientierung. Angeleitet durch die Bibelstelle Johannes 6,35 („Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern...“) beschäftigten sie sich mit dem Thema „Das Brot des Lebens“, wobei sie viele bereichernde Erfahrungen sammeln und zahlreiche neue Aspekte entdecken durften.
Tage religiöser Orientierung in der Förderwoche
Datum:
3. Nov. 2026
Von:
Maya Mussin (Stufe EF)

Zu Wochenbeginn stand vor allem der Einstieg in das Brot in Kultur und Gesellschaft im Fokus. Hierbei fertigten die Schülerinnen und Schüler Zeichnungen mit verschiedenen Arten von Brot an, während sie gemeinsam reflektierten, welche besondere Rolle das Brot in sozialen und kulturellen Lebensbereichen spielt: der religiöse Bezug, die Vielfalt auf der ganzen Welt und die Bedeutung in Bereichen wie Gemeinschaft, Zusammenhalt und gemeinsame Unterstützung waren dabei die prägnantesten Erkenntnisse.

Besonders herausgearbeitet wurden jene Erkenntnisse dann in der praktischen Arbeit am Dienstag: Brotbäcker und Blogger Christoph Schaub aus Köln besuchte die Gruppe, um gemeinsam mit ihnen Sauerteig-Brote zu backen. Im Verlaufe des Vermischens der Zutaten, Aufbereiten der Brote und des Probierens der goldbraunen Meisterstücke durften die zuvor nur theoretisch besprochenen Werte jetzt lebendig erlebt werden - Teamwork und Zusammenhalt waren hier essenziell für das Gelingen. Auch historische Ursprünge und Besonderheiten des Brotes durften die SchülerInnen durch Heimbäcker Christoph erfahren. Zum Abschluss des Tages durfte jede/r ein selbstgebackenes Sauerteigbrot mit nach Hause nehmen.

Mittwochs ging es dann ins Kunstmuseum K20 in Düsseldorf. Man besuchte die Ausstellung: „Auf der Suche nach einer besseren Welt“ des expressionistischen Künstlers Franz Marc, wobei man einen Einblick in seine bunten Tierdarstellungen erhielt. Im zentralen Mittelpunkt standen bei seinen Werken vor allem die Harmonie und die innige Verbundenheit mit der Natur - Werte, die in unserer heutigen Zeit oft verloren gehen. Darauf durften die SchülerInnen selber farbenfrohe Acryl-Tierbilder anfertigen und viel über die heutige Bedeutung im Kontext des Projekt-Themas diskutieren, wobei eine Menge von Ideen wie die Schöpfungsverantwortung oder den zwischenmenschlichen Frieden aufkamen.

Am darauffolgenden Donnerstag beschäftigte man sich mit dem Thema „Ehrlich zu sich selbst sein“ in Hinblick auf die Geschichte der spanischen Mystikerin Theresa von Avíla. Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich selbst ehrlich zu begegnen: mit den persönlichen Stärken, aber auch mit den Schwächen und Widersprüchen. Darauf schauten die SchülerInnen den Film „Babettes Fest“, welche die Geschichte einer Magd erzählt, welche all ihre Ersparnisse für ein Festessen opferte, um eine Gemeinschaft, die zu zerbrechen drohte, wieder zusammenzuführen. Mit Arbeit an Zeichnungen und Bildern befassten die SchülerInnen vertieft mit den Impulsen des Tages und dessen Verbindung zum Leitthema des Brotes und realisierten die vereinende Kraft, die eine simple Mahlzeit wie Brot ausüben kann, wenn sie von einem ehrlichen, zu sich selbst treuen und achtsamen Herzen kommt.

Am Ende der Woche stand die Reflexion und Fertigstellung der über die Woche gesammelten Arbeiten an. Bilder wurden ausgewählt, Berichte verfasst und Ergebnisse zusammengetragen und vorgestellt. Zum krönenden Abschluss bemalten die SchülerInnen Teller, auf welche sie ihr „persönliches Brot“ künstlerisch darstellen durften: Was ist ihnen wichtig? Was brauchen sie für ihr persönliches Leben? Was ermöglicht ihnen geistiges Wachstum? Über diese Fragen reflektierten sie, sodass am Ende jede/r etwas ganz Persönliches erkennen und vorstellen durfte.

 


Insgesamt konnten alle Beteiligten wunderbar von der Woche profitieren:

Es durften nicht nur aufregende Praktische Arbeiten stattfinden, sondern auch äußerst wertvolle geistige Erfahrungen gesammelt werden.Den Schüler:innen wurde bewusst, dass das Brot eine zentrale Rolle in unserem Leben und in unserer Gesellschaft spielt.Es verkörpert Gemeinschaft und kulturelle Verbundenheit so wie auch persönliches Wachstum als Mensch und als Geschöpf Gottes.Man darf sich immer Bewusst sein, dass das Brot das wir essen nicht nur ein „Essen zum Überleben“ ist, sondern in tiefer Bedeutung uns erinnern soll, zu erkennen wie gesegnet wir sind, der Welt mit Dankbarkeit und Wertschätzung entgegenzukommen und jedem einzelnen Menschen mit Solidarität und Achtung zu begegnen - So machen wir die Welt Stück für Stück zu einem besseren Ort, regiert von Liebe und Hoffnung.